Steiermark Arbeitslosigkeit Mehr Geld von Land und AMS


Der steirische Arbeitsmarkt ist derzeit geprägt von monatlich steigenden Arbeitslosenzahlen, Großpleiten und wenig Aussicht auf Änderung. Das Land und das AMS wollen nun mit mehr Geld vor allem bei der Generation 50+ gegensteuern.

Das „Kooperative Programm“ des Landes und des Arbeitsmarktservice (AMS) sei kein 08/15-Programm, so Soziallandesrätin Doris Kampus (SPÖ) bei der Präsentation am Dienstag: „Wir können nicht europaweite, geopolitische Trends umdrehen, das würden wir gerne, aber wir können in Steiermark das Heft des Handelns in die Hand nehmen, und das tun wir mit diesem Programm.“

11,5 Mio. Euro steuert das Land bei, rund 43 Mio. Euro das AMS, der Rest ds rund 74 Mio. Euro schweren Programms kommt über Unternehmen. Das Geld fließt in Beschäftigungsprojekte, in Qualifizierungsmaßnahmen und in den Bereich der stundenweisen niederschwelligen Beschäftigung, „wo Personen, die schon länger vom ARbeitsmarkt weg sind, in gemeinnützigen Projekten wieder an den Arbeitsmarkt herangeführt werden“, so Kampus.

Diese Projekte laufen in Kooperation mit den Gemeinden, erklärt AMS-Chef Karl Heinz Snobe: „Das geht von einer Wegesanierung, bis dahin, dass in einer Bibliothek in einer Gemeinde Archivarbeiten durchgeführt werden, wofür man zuerst keine Zeit hatte.“ Diese Gemeindekooperation gebe es schon das dritte Jahr, und im Jahresschnitt könnten dadurch bis zu 800 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Generell würden die Zahlen in der Steiermark zeigen, dass die Maßnahmen der vergangenen Jahre greifen, so Landesrätin Kampus: „Wir liegen da deutlich unter Schnitt - nicht falsch verstehen: Jeder Arbeitslose ist einer zu viel, und wir würden uns wünschen, dass die Rate noch deutlich geringer wäre.“

Oft scheitere es, so Snobe, an Vorurteilen gegenüber älteren Arbeitskräften: „Wir wissen es, dass viele dieser über-50-jährigen Arbeitslosen hervorragende Kompetenzen haben, aber es halt häufig bei den Betroffenen selbst, aber auch in der Wirtschaft Hemnisse gibt, Vorbehalte gibt, jemanden, der über 50 Jahre alt ist, wenn er arbeitslos wurde, eine neue Chance zu geben.“ Rückblickend gesehen gebe es aber auch positive Signale, so Snobe, etwa dass die Zahl der jungen Arbeitslosen, also der unter 25-Jährigen, doch kräftig zurückgehe

Quelle: steiermark.orf.at


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