Achtung Regierung schleust Spitzel (Stasi) in Arztpraxen


Überwachung Stasi MFS Spionage Staatssicherheit Inoffizielle mitarbeiter spitzel Krankenkassen PrüferDer Plan der Politik: Krankenkassenprüfer (Spitzel  Stasi 5.0) sollen sich österreichweit als Patienten einschleichen, eine falsche E-Card auf den Tisch legen oder sich Krankenstand erschwindeln. Die Ärztekammer läuft Sturm, der Hauptverband spricht sich für stichprobenartige Kontrolle aus.
 



Agents provocateurs im Gesundheitsbereich - Regierung stellt Sozialversicherte unter Generalverdacht - Ärztekammer fordert Foto auf e-card
In Wien hat sich das "Mystery Shopping" in den Ordinationen bereits erprobt, sechs Fälle wurden angezeigt. Von Verwarnungen bis zu einem Berufsverbot ist alles dabei.

Der Wunsch der Bundesregierung zielt nun offenbar auf Weitermachen im ganzen Land. "Im Schnitt sind 40.000 Menschen länger als 40 Tage im Krankenstand", erklärt Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse. Sobald ein Arbeitnehmer seinen Hausarzt konsultiert, wird die Diagnose an die Krankenkasse übermittelt.

Die Dauer eines Krankenstandes bei Grippe beträgt etwa zwölf Tage. Ist man länger krank, erfolgt ohnehin eine Vorladung beim Chefarzt. Zusätzlich sollen Krankenkassenprüfer als Patienten getarnt falsche E-Cards vorzeigen und sich Krankenstände erschwindeln.

Ärztekammerpräsident entrüstet: "Das ist kontraproduktiv"

Auch wenn es nur darum geht, die wenigen schwarzen Schafe unter den Medizinern aufzuspüren, ist Ärztekammerpräsident Artur Wechselberger empört: "Wir sind entrüstet darüber, dass Scheinpatienten in die Ordination geschickt werden. Es ist kontraproduktiv und führt zur Absicherungsmedizin, weitere Untersuchungen und Anordnungen werden notwendig, es kostet mehr Geld und stellt eine Belastung für die Patienten dar."

Hauptverbandschef: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"

Peter McDonald, Chef des Hauptverbandes, hingegen argumentiert: "Vertrauen ist gut, stichprobeartige Kontrolle ist besser." Und  auch Patientenanwalt Gerhard Bachinger sieht die heimlichen Überprüfungen in den Praxen im Kampf gegen Sozialbetrug positiv: Ehrliche Patienten würden dadurch profitieren. So bekämen nur jene Patienten die Leistung, die sie auch wirklich brauchen, so Bachinger.

Krank zur Arbeit aus Angst um den Job - Spitzelwesen erhöht Druck

Quelle: http://www.krone.at/


Kommentare (5)

  1. andropos:
    Mar 19, 2015 at 06:01 PM

    Na "Pfui Teufel"! Während Sozialbetrug, Diebstahl, Einbruch,Steuerbetrug im Grossformat bei uns fröhliche Urständ feiert führen die "Sonderexpertbeauftragten" allerorts das DDR Spitzeltum ein! Wie sonst kann man sich bei übervollen Praxen vorstellen dass ein Arzt einem fremden Patienten so vertraut dass er ihn ewig auf Krankenstand schickt? Oder will man normale Menschen bezahlen die dann ihren Arzt "reinlegen". Nochmal! PFUI TEUFEL!

  2. BananenRepublikaner:
    Mar 19, 2015 at 06:03 PM

    Es wird immer lächerlicher. Wie der Finanzminister selbst festgestellt hat: Österreich hat kein Einnahmen- sondern ein gravierendes Ausgabenproblem. Jetzt Leistungsträger wie Kleinunternehmer und Ärzten das Misstrauen auszusprechen und alle unter Generalverdacht der Korruption zu stellen während die Parteibüchler sich mit Gießkannen feudal selbstbedienen, wow ... das nenn ich Hohn! Aber der Österreicher ist nun mal ein leidensfähiger Schildbürger, da kann man sagen was man will.

  3. cawo01:
    Mar 19, 2015 at 06:06 PM

    vor 25 Jahren war die DDR noch ein Überwachungsstaat und wir konnten das nicht verstehen und nun nach dem Zusammenschluss und erfinden der EU ist ganz Europa ein Überwachungsstaat. Weit haben wir es gebracht

  4. fredyk:
    Mar 21, 2015 at 12:11 PM

    Geht schon zu wie in der einstigen DDR!!!

  5. godzilla:
    Mar 22, 2015 at 11:47 AM

    "Qualität der Stasi-Befugnisse"
    Es gebe eine große Zahl von Eingriffsbefugnissen in die Freiheiten der Menschen,
    Geht man davon aus, dass der Staat all diese Befugnisse instrumentalisiert, hat das die Qualtität der Stasi-Befugnisse in der DDR.


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